Planetenlehrpfade in Deutschland:

An dieser Stelle erfolgt eine Auswahl von Angaben zu einigen Planetenlehrpfaden in Deutschland. Falls Abbildungen von bereits existierenden Planetenlehrpfaden in dieser Ausarbeitung verwendet wurden, so befinden sich an dieser Stelle die genauen Angaben zur Quelle, aus der die Bilder/Abbildungen stammen.
Die Beschreibungen der Planetenlehrpfade wurden der jeweiligen Homepage entnommen und werden hier in gekürzter Form wiedergegeben (Stand: August 2010).
Allen unten aufgeführten Planetenlehrpfaden liegt ein Maßstab von 1:1 Milliarde zugrunde.

Planetenlehrpfad Hagen

Öffnet externen Link in neuem Fenster URL: http://www.planetenmodell-hagen.de/index.html
Anmerkungen: Sterne und Weltraum, 1981/10, S. 356, (K. Meisenheimer): „ ... ein einzigartiges Modell des Planetensystems ... in dieser Verkleinerung lässt sich das Sonnensystem zu Fuß durchmessen. Ein fiktiver Spaziergang durch Hagen möge deswegen den Reiz des Planetenmodells illustrieren ... Spielend können wir uns mit Lichtgeschwindigkeit durch das Modell bewegen: Wir setzen einfach einen Fuß vor den anderen und machen jede Sekunde einen Schritt (30 cm pro Sekunde im Modell entsprechen in der Wirkljchkeit genau 300 000 km pro Sekunde) ... Und – ganz im Sinne (des Initiators) - möchte ich hoffen, dass so das Planetenmodell Hagen einen Anstoß geben kann, das Augenmerk auf unsere kleine Erde zu richten. Denn was auf ihr zerstört wird, werden wir auf anderen Planeten nicht wiederfinden..."
Öffnet externen Link in neuem Fenster (Quelle: http://www.planetenmodell-hagen.de/html/meinungen.html)

Planetenlehrpfad Bonn

Öffnet externen Link in neuem Fenster URL: http://www.bonner-stadtwege.de/planet/plane_weg1.htm
Der Bonner Planetenlehrpfad oder auch Planetenweg ist eine maßstabsgerechte Modellanlage unseres Sonnensystems. Die etwa 6 Kilometer umfassende Anlage erstreckt sich zwischen dem World Conference Center Bonn  (WCCB)  und dem nördlich gelegenen Stadtteil Bonn- Graurheindorf. Durch Begehen, Ertasten und Begreifen der Objekte und der Entfernungen werden kosmische Größenverhältnisse verständlicher. Blinde Mitbürgerinnen und Mitbürger können wesentliche Informationen auch den Braille-Inschriften auf allen Informationstafeln entnehmen. Die Anlage, die in ihrer Ausdehnung eine kosmische Entfernung von 6 Milliarden Kilometern überbrückt, ist kinderfreundlich, rollstuhlgeeignet, leicht zu erradeln und verkehrssicher zu begehen. Immer gibt es Interessantes zu entdecken.
Der Bonner Planetenweg entstand in den Jahren 2000 bis 2002 innerhalb eines kreativen Netzwerkes zwischen der Bonner Bertolt- Brecht- Gesamtschule, Sponsoren und Auszubildenden und Umschülern der Kreishandwerkerschaft Siegburg.  Die Anlage erfährt Ergänzungen und Instandsetzungen durch freiwillige und  hilfsbereite Handwerksbetriebe und engagierte Bonner Bürgerinnen und Bürger.
Öffnet externen Link in neuem Fenster Quelle: http://www.planetenlehrpfad-bonn.de/pageID_7321053.html

Planetenwanderweg Neuhof-Kalbach (Hessen)

Öffnet externen Link in neuem Fenster URL: http://www.nhf.de/276.html
Vor allem an den Wochenenden zwischen Ostern und Winteranfang sind es Wanderer, Jogger und Radfahrer, die den Planetenwanderweg Neuhof - Kalbach ansteuern. Dieser in Hessen einmalige Planetenweg, der am 11.06.1999 feierlich eröffnet wurde, ging aus einem Projekt hervor, das Bernhard Schad, Lehrer an der Winfriedschule in Fulda, mit Hilfe einiger Schüler durchführte.
Finanziell unterstützt wurde dieses Vorhaben von den Gemeinden Neuhof und Kalbach, dem Landkreis Fulda und dem Amt für Regionalentwicklung, Landschaftspflege und Landwirtschaft (ARLL) in Fulda.
Der etwas über 10 km lange Wanderweg (einfache Strecke, Luftlinie) führt von Neuhof nach Kalbach-Eichenried.
Ein großer Vorteil dieses Lehrpfades gegenüber anderen Planeten-wanderwegen ist, dass man von der jeweiligen Station Ausblicke auf andere Stationen und die herrliche Mittelgebirgslandschaft am Rande des Biosphärenreservates Rhön hat.
Von Kalbach-Eichenried als Außenstation (Pluto) bietet sich dem Wanderer ein Panoramablick über Wasserkuppe, Milseburg, Kuppenrhön, Fulda bis zum Hoherodskopf im Vogelsberg und natürlich über unser im Planetenwanderweg dargestelltes Sonnensystem.
Entlang an 11 Schautafeln können Einheimische, Feriengäste und Schülergruppen unser Sonnensystem erforschen und erwandern. Diese Schautafeln präsentieren neben wesentlichen Informationen und Daten in verständlicher Form auch viele Fotos. Daneben wurde auf maßstabsgerechte Entfernungen und Darstellungen geachtet.
Überträgt man das Sonnensystem auf heimische Verhältnisse, so schwebt die Sonne als 1,39 m großer Ball über der Schule. Dieses Verhältnis erhält man, wenn man die Sonne im Maßstab 1:1 Milliarde Meter verkleinert.

Planetenlehrpfad Haseldorfer-Marsch

Öffnet externen Link in neuem Fenster URL: http://www.haseldorfer-marsch.de/hetlingen/planetenlehrpfad/index.html
Der Planetenlehrpfad zeigt maßstabsgerecht die Größe und Entfernungen der Planeten im Verhältnis untereinander und zur Sonne. Der Lehrpfad beginnt in Wedel beim Yachthafen mit einem Modell der Sonne und er endet in Hetlingen am Deich zwischen Klärwerk und Hetlinger Schanze mit einem Modell des Planeten Plutos. Das Modell der Sonne hat noch einen Durchmesser von 1,39m, der Uranus ist dagegen nur noch faustgroß. Der Lehrpfad beginnt in Wedel an der Ecke Schulauer Straße und Deichtrasse und ist bis zum "Pluto" bei der Hetlinger Schanze etwa 6 km lang.
Der Lehrpfad wurde von dem Wedeler Ingenieur Volker König erdacht. Volker König ist blind und er hat für alle Sehbehinderten und Blinden diesen Lehrpfad geschaffen mit Tafeln, deren Inschriften alle für Blinde ertastbar sind.

Planetenlehrpfad Marburg

Öffnet externen Link in neuem Fenster URL: http://www.planetenlehrpfad-marburg.de/
Planetenlehrpfade sollen helfen, die unvorstellbaren Dimensionen des Weltraums, die Größe der Himmelskörper und ihre Entfernungen zueinander, auch sinnlich nachzuvollziehen.
Der Marburger Planetenlehrpfad ist der erste in Hessen. Er ist der erste auf der Welt, der auch blinden Menschen einen Zugang ermöglicht.
Ein kolorierter Reliefplan im offenen Teil von drei Schaukästen ermöglicht es blinden und sehenden Besuchern, sich einen geographischen Überblick über die Lehrpfad-Strecke zu verschaffen. Auch die Informationen auf den Bronzetafeln der Sonne und der Planetenstationen wurden in reliefierten Buchstaben und in Blindenschrift abgebildet.
Der Planetenlehrpfad entstand als Projekt der Politik-AG der Carl Strehl Schule, dem Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte der Deutschen Blindenstudienanstalt (Blista) in Marburg. Initiator und Organisator des Lehrpfades war der Lehrer Hans Junker. Im Zusammenhang mit dem AG-Thema "Kommunalpolitik" plante und realisierte er gemeinsam mit 7 Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 10 vom September 1994 bis zum September 1995 diesen einzigartigen Lehrpfad.
Die Astronomische Gesellschaft verlieh diesem Projekt 1996 den erstmals vergebenen „Hans-Ludwig-Neumann-Preis“ zur Förderung des astronomischen Schulunterrichts. Auf dem Kongress der Astronomischen Gesellschaft in Tübingen begründete ihr Vorsitzender, Professor Hanns Ruder, die Preisvergabe damit, dass dieses „außergewöhnliche fachdidaktische und fächerübergreifende Vorhaben“ zur astronomischen Allgemeinbildung beitrage und „die Arbeit der Schule einer breiten Öffentlichkeit nahebringt“.
Die Sonne und die Planetensäulen wurden von Auszubildenden der Ausbildungsstätte des Bauhandwerkes in Marburg (â…) unentgeltlich hergestellt und montiert. Die Modelle für die Planetenstationen entstanden in den Werkstätten der Deutschen Blindenstudienanstalt, die Gußarbeiten der Bronzetafeln führte die Kunst- und Glockengießerei Rincker in Sinn/Hessen durch. Die Aluminium- Reliefübersichtspläne des Lehrpfades wurden in der Gießerei Stauß in Mornshausen bei Gladenbach gegossen.
Schirmherren und Förderer des Lehrpfades waren Landrat Prof. Dr. Kliem und Oberbürgermeister Möller.
Vorbild und Modell des Marburger Lehrpfades ist der Planetenlehrpfad in Hude westlich von Bremen, der von den Lehrern Dr. Alfs und Langetepe 1994 errichtet wurde (vgl. www.hude.de)
Öffnet externen Link in neuem Fenster (Quelle: http://www.planetenlehrpfad-marburg.de/html/philosophieframes.html)

Zu dem Marburger Planetenlehrpfad gibt es ein mit Photos und zahlreichen Grafiken illustriertes 44 Seiten starkes DIN A5 Begleitheft.
Es wurde im Januar 2007 neu aufgelegt und enthält alle aktuellen Informationen rund um die Planeten, sowie eine Übersichtskarte des Planetenlehrpfad.

Die Broschüre erhalten Sie gegen ein Schutzgebühr von 2 Euro bei der Blista,
Tel. 06421 / 6060
oder dem Tourismusbüro der Stadt Marburg.
Tel: 06421 / 201 378
Öffnet externen Link in neuem Fenster(Quelle:http://www.planetenlehrpfad-marburg.de/html/begleitmaterialframes.html)

Planetenweg Ludwigsburg

Öffnet externen Link in neuem Fenster (Quelle: http://www.planetenweg-ludwigsburg.de/ (hier: Presse))
Anmerkungen: In knapp einer Stunde durch unser Sonnensystem wandern? Das klingt unmöglich. Doch auf der Strecke zwischen dem Ludwigsburger Favoritepark und dem Bietigheimer Forst schlängelt sich seit nunmehr drei Jahren ein Planetenweg durch eine unberührte Naturlandschaft. Ein Schritt durch Wälder und Wiesen entspricht dabei fast 900000 Kilometern im All. Alle paar Meter stehen in Beton gegossene Skulpturen am Wegesrand. Sie erläutern dem Spaziergänger die verschiedenen Gestirne unseres Planetensystems und symbolisieren deren Namensgeber aus der griechischen Mythologie.
Zusammen mit Kunststudenten hat der mittlerweile emeritierte, sprich altersbedingt entpflichtete Professor Klaus Bushoff die Reliefs der Planeten entworfen. „Das war eine tolle Gelegenheit, da wir kaum Auflagen hatten", sagt der 70-Jährige, der an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg dozierte. Sein Ziel war, so deutlich wie möglich Figuren der griechischen Mythologie wie die Venus oder die Göttin Gaia, Urmutter des Planeten Erde, abzubilden. Auch ein wenig provozieren wollte er. Daher scheute der Professor nicht davor zurück, nackte Körperteile darzustellen. „Mit den abstrakt zusammengesetzten Körperteilen soll die menschliche Vielfalt in der Natur gepriesen werden", sagt Bushoff. Es sei ein schmaler Grat gewesen, die Leute zum Nachdenken zu bewegen, sie aber nicht vor den Kopf zu stoßen.
Die Idee für den künstlerischen Lehrweg lieferten Schüler des Ludwigsburger Goethe-Gymnasiums. Der Entwurf des Planetenwegsgefiel der Grünen Nachbarschaft, die sich um die Erhaltung der regionalen Kulturlandschaften in der Region kümmert. Im Jahr 2004 setzte der von den Kommunen Bietigheim-Bissingen, Freiberg am Neckar, Ingersheim, Ludwigsburg, Remseck und Tamm gegründete Verband die Pläne um. Dafür wählten die Kommunen einen sechs Kilometer langen Weg aus, der vorbeiführt am Ludwigsburger Schloss Monrepos und dem Bietigheimer Brandholzwald. Für die Herstellung der Informationstafeln engagierte die Grüne Nachbarschaft einige Schüler der Berufsschule Bietigheim-Bissingen, die daraufhin die Angaben zu den Gestirnen sowohl in Textform als auch in Blindenschrift auf Schilder pressten.