Trappist One - Ein kosmischer Garten Eden?

Ende der Neunziger waren Entdeckungsmeldungen von Exoplaneten eine Schlagzeile wert.
Die Suche nach einer zweiten Erde hatte begonnen.
Die Anzahl der entdeckten Exoplaneten nahm in den Jahren danach stetig zu.
Konnten technologisch bedingt zunächst nur große Planeten entdeckt werden - meist sog. Hot Jupiters - ist es inzwischen auch möglich erdgroße Exoplaneten aufzuspüren.
Die Anzahl der erdähnlichen Kandidaten ist bereits recht ansehnlich und es darf geträumt werden: Gibt es dort womöglich Leben?

Nun wurde ein System von gleich sieben erdähnlichen Planeten entdeckt, die um einen Roten Zwergstern kreisen: Trappist-1. Gleich drei von ihnen liegen innerhalb der habitablen Zone - diejenige Zone eines Sternensystems, in der Leben prinzipiell möglich wäre.
Das ist schon sensationell und zumindest bis jetzt außergewöhnlich.
Was das System aber noch bemerkenswerter macht, ist die wissenschaftliche Annahme, dass es womöglich viel besser für die Entwicklung von Leben geeignet ist, als die Erde selbst.

Wer hätte das gedacht! Bis vor Kurzem vermutete man, wir sind womöglich allein und das All ist insgesamt ein lebensfeindlicher Ort. Und nun stellen wir fest, dass es "da draußen" Orte gibt, an denen es sich vielleicht noch viel besser leben ließe.
Was mag da wohl los sein?

Noch ist Trappist-1 ein Einzelfall, aber vielleicht müssen wir bald einsehen, dass die Erde kein besonderes kosmisches Fleckchen ist und die Bedingungen für die Entwicklung von Leben an vielen Ecken gegeben und teils sogar besser sind.

Das System Trappist-1 ist der Protagonist des Vortrags.